Tips für die Brut von Hühner und Zwerghühnern.
Im folgenden gehen wir nicht auf die genauen Bruttemperaturen von einzelnen Rassen ein. Diese entnehmen Sie bitte unseren Bruttabellen.
Die Brut von Hühnern gestaltet sich im allgemeinen als relativ simpel, zumindest was den Arbeitsaufwand betrifft. Man kann sich nämlich einige Sachen sparen, die bei Wassergeflügel ziemlich wichtig sind. Die Temperatur bei Hühnern sollte während der normalen Brut, also bis zum 17. Bruttag bei 37,8 °C liegen. In den letzten Tagen reicht dann eine Temperatur von 37,5°C aus, da auch hier die Küken in ihrer Schlupfphase eine hohe Eigentemperatur entwickeln. Die Luftfeuchtigkeit sollte man versuchen während der Brutphase auf ca. 55 % relative Feuchte einzustellen.Während der letzten Tage reguliert man die Luftfeuchtigkeit auf ca. 75%r.F..Dies kann man mit einem handelsüblichen Hygrometer kontrollieren, aber hierbei ist zu beachten, dass man diesen Hygrometer ebenfalls nicht bedingungslos vertrauen sollte. Um Ungenauigkeiten zu vermeiden, ist es möglich Abweichungen des Hygrometers festzustellen. Hierzu legt man das zu überprüfende Teil ca. 30 min. in ein feuchtes Tuch (z.B. Fensterleder). Nach dieser Zeit müsste das Hygrometer ca. 98% r.F. anzeigen. Ist dies nicht der Fall, gibt es nun zwei Möglichkeiten.
1. Das Hygrometer bietet eine Einstellmöglichkeit (meist findet man an derRückseite ein kleines Loch für einen Schraubendreher). Dann stellt man es einfach auf 98%r.F. ein.
2. Das Hygrometer bietet keine Einstellmöglichkeit. Nun muss man sich die Abweichung zu 98%r.F. merken, oder aufschreiben, somit kann man den korrekten Wert immer errechnen.
Abkühlphasen wie z.B. bei der Entenbrut benötigt man bei der Hühnerbrut nicht. Allerdings muss man immer auf genügend Frischluft achten. Entweder kann Die Luftzufuhr über Luftrosetten geregelt werden, oder man muss den Brutschrank regelmässig öffnen.
Die Wendung bei der Brut von Hühnern ist genauso wichtig, wie bei allen anderen Arten. Mit Hilfe einer vollautomatischen Wendung erspart man sich eine Menge Arbeit, denn diese übernimmt das Drehen der Eier. Hat man keine vollautomatische Wendung, so muss man dies von Hand erledigen. Ab dem 3.Tag, bis zum 17.Tag sollte man mindestens 3 mal am Tag die Eier drehen. Automatische Wender drehen die Eier ca. 8 mal am Tag. Vergisst man das Wenden, kann man gleichzeitig auch seine Küken vergessen, denn dann "klebt" das teilweise entwickelte Küken an der Eischale fest und stirbt ab.
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Brutfehler |
Mögliche Ursachen |
Behebung |
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Keine embryonale Entwicklung, |
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Küken sterben während der Brut ab |
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Voll entwickelte Küken in dr Schale aber picken nicht an |
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Küken durchstoßen die Eischale und bleiben stecken |
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Nicht eingezogener Dottersack |
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| Klebrige Küken |
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Küken tot in der Schlupfhorde |
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Offener Nabel |
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Mißbildungen, verkrüppelte Küken: Kreuzschnabel, fehlende Augen, verkrümmte Zehen |
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Auffällige große "schwammige" Küken |
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Auffällig kleine Küken |
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Verspäteter Schlupf |
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Langandauernder Schlupf |
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Hühner |
21 |
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Zwerg-Hühner |
20 - 21 |
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Tauben |
16 - 18 |
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Enten |
28 |
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Warzenenten |
35 |
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Gänse |
28 - 33 |
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Puten |
28 |
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Perlhühner |
28 - 30 |
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Wachteln |
17 |
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Fasan |
24 |
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Rebhuhn |
23 |
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Pfauen |
28 |
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Auerhuhn |
26 |
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Birkhuhn |
26 |
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Emu |
35 - 40 |
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Strauß |
40 - 42 |